Ich bin normalerweise kein allzugroßer Fan von Kohl, aber dieses Rezept hat es mir wirklich angetan und ist ein tolles Soulfood-Winteressen. Die Mengen sind für 2-3 Personen.
1/2 Spitzkohl, Weisskohl oder Wirsing
1 Essl Butter
1 gehackte Zwiebel
ca. 90 gr Räuchertofu (statt Speck)
1/4 l Gemüsebrühe
evtl. ein Schuss Bier
Salz und Pfeffer
1 Essl Zucker
1 Essl Apfelessig
1 kleines Lorbeerblatt
1/2 Teel Kümmel
1 Essl Mehl
evtl. etwas Rauchsalz
Sahne oder Schmand (optional)
Zuerst
schwitzt ihr die Zwiebeln in der Butter in einem großen Topf an, dann
gebt ihr den gewürfelten Räuchertofu und den Zucker dazu und bratet
alles zusammen weiter an.
Wenn der Zucker leicht karamellisiert ist
aber nicht dunkel, gebt ihr einen Esslöffel Essig zum Ablöschen dazu und
rührt noch mal um.
Den Kohl habt ihr in der Zwischenzeit klein
geschnitten, ob in Streifen, Würfel oder gerieben, das ist
Geschmackssache. Je feiner ihr den Kohl schneidet desto kürzer die
Garzeit.
Wenn die Zwiebeln und der Räuchertofu angeschmort sind, gebt
ihr den Kohl dazu, den Kümmel, das Lorbeerblatt etwas Pfeffer und eine
Prise Salz.
Jetzt kommt der Deckel drauf und das Ganze wird bei
mittlerer Flamme circa 10 Minuten angedünstet. Am besten ab und zu
umrühren. Wenn der Kohl an manchen Stellen leicht braun wird macht es
nichts, Hauptsache er verbrennt euch nicht.
Nach 10 Minuten gebt ihr dann die Gemüsebrühe und eventuell einen Schuss Bier dazu und setzt den Deckel wieder drauf.
Jetzt muss der Kohl noch circa 40 Minuten bei kleiner Flamme schmoren.
Dann einen Esslöffel Mehl zur Bindung unterrühren und nochmal kurz weiterschmoren.
Zum Schluss schmeckt ihr das Kraut mit etwas Salz und Pfeffer ab.
Um den Rauchgeschmack zu verstärken kann jetzt auch noch eine Prise Rauchsalz untergerührt werden.
Wer mag verfeinert den Kohl noch mit Schmand oder Sahne.
Am besten schmeckt das Kraut wenn man es schon einen Tag vorher zubereitet, dann ist es schön durchgezogen.
Dazu
passen vegetarische Bratwürste oder Frikadellen mit Senf und Kartoffelbeilagen, wie
Salzkartoffeln, Kartoffelpüree oder Rösti. Das Kraut schmeckt aber prima
mit selbstgemachten Spätzle und geriebenem Käse überbacken. Hier ist
das
Rezept für die Spätzle.
Fehlt nur ein kühles Helles oder ein Weissbier dazu. An Guadn!